Daunenjacke: Kauftipps

Daunenjacke: Kauftipps

Klirrende Kälte und ein eiskalter Wind: Jetzt ist die Zeit der Winterjacken gekommen. Daunenjacken sind nun besonders gefragt. Sie bieten eine hohe Wärmeleistung bei einem vergleichsweisen geringen Gewicht. Auch der Style kann sich sehen lassen. Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen. Mit Kapuze, ohne Kapuze und auch als Parka. Von der dünnen Jacke für Trekking Touren, die sich leicht im Rucksack verstauen lässt, bis hin zum dicken Expeditionsparka, bieten viele Outdoor Marken ein vielfältiges Angebot.   

Unter die Lupe genommen: Daunen sind das grau/weiße Untergefieder von Ente und Gans. Nicht zu verwechseln mit dem äußerlichen Federkleid, das sie tragen. Daunen haben eine dreidimensionale Form. Zwischen den vielen kleinen Verästelungen speichert sich Wärme besonders gut. Sie schützen sie hervorragend vor Kälte. Was in der Natur funktioniert wird, wie so oft, auch auf andere Bereiche übertragen. Die Outdoor-Industrie verwendet Daune als natürliches Isolationsmaterial für Bekleidung und Ausrüstung wie Schlafsäcke.

Ob kurze Daunenjacke oder Daunenparka: Worauf sollte man beim Kauf achten? Auf den ersten Blick sind die Begriffe in der Produktbeschreibung verwirrend: Was ist denn bitte „Cuin“? Dieser Wert (Cubik-Inch) bezeichnet die Bauschkraft (auch Füllkraft oder Fillpower genannt) der Daune und gibt an, wie schnell diese nach 24-stündiger Kompression in einem Messbecher, wieder in ihre Ausgangsposition zurückfindet. Je höher der Cuin-Wert, desto höher die Wärmeisolierung im Verhältnis zum Packvolumen. Natürlich ist das Kälteempfinden immer subjektiv und es kommt immer darauf an, ob sich mit der Jacke viel oder gar nicht bewegt wird.  Als grober Richtwert lässt sich sagen, dass Daunenjacken ab einen Wert von 500 zu empfehlen sind. Werte zwischen 600-700 bilden die Mittelklasse, alle darüber hinaus die Oberklasse.

Die Mischung macht‘s. Zur Stabilisierung der Daunen wird ein gewisser Anteil an Federn beigefügt. Angaben wie 80/20 bezeichnen das Mischungsverhältnis von Daune und Federn. In diesem Fall sind 80% Daunen und 20% Federn eingearbeitet. Ist das nun gut oder schlecht? Je höher der Daunenanteil ist, desto besser die Wärmeisolierung. Ein 80/20 Verhältnis deckt viele Bereiche ab und ist ein Allrounder. Für Expeditionen ist ein höherer Daunenanteil empfehlenswert. Da Daune jedoch die Eigenschaft hat, bei Nässe zu verklumpen, ist der Einsatz bei kaltem, trocknem Winterwetter zu empfehlen.

Auch die Füllmenge (in Gramm angegeben) hat einen Einfluss auf die Wärmeleistung der Jacke. Je mehr Daunen verarbeitet wurden und je höher die Cuin Zahl, desto besser wärmt sie.

Neben diesen Kriterien, spielt natürlich auch die Herkunft der Daune eine tragende Rolle! Die Daunengewinnung sollte kritisch betrachtet werden. Nicht jede Daune stammt aus einer ethisch vertretbaren Produktion. Viele Outdoor-Marken (z.B. The North Face) haben darauf reagiert und kennzeichnen ihre Daunen-Produkte mit entsprechenden Zertifikaten wie dem Responsible Down Standard (RDS). Dieser garantiert, dass u.a. kein Lebendrupf zur Daunengewinnung durchgeführt wurde. Fjällräven hat mit dem „Daunen-Versprechen“ sogar eigene Richtlinien für die Daunen-Lieferkette entwickelt, und bestätigt, dass die Daune zu 100% nachhaltig, rückverfolgbar und ohne Lebendrupf gewonnen wird.  

Nach dem Kauf: Meine Daunenjacke verliert Federn. Ist das normal?

Insbesondere an den Nähten kann es vorkommen, das vereinzelt ein paar Daunen oder Federn austreten. Dies ist normal und kein Grund zur Beunruhigung. Spitze Federkiele können sich durch das Material pieksen und zum Vorschein kommen. Dies ist häufig bei neuen Artikeln der Fall, bei denen sich das Füllmaterial noch nicht richtig gesetzt hat. In diesem Fall sollten die Federn nicht nach außen, sondern wieder vorsichtig unter das Material gezogen werden. In seltenen Fällen handelt es sich um einen Material- bzw. Herstellungsfehler.

 

 

 

Veröffentlicht am 16.12.2019 Outdoor Ratgeber 0 789

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